Indikationen
komplizierter Krampfanfall / Fieberkrampf
Analgosedierung (in Kombination mit Esketamin)
keine Anwendung, wenn:
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
primär hypoxisch bedingter Krampfanfall
bei Analgosedierung:
schwere Bewusstseinsstörung – Sopor, Koma
Intoxikation mit psychoaktiven Substanzen, Alkohol, Opioiden
Atemdepression
Myasthenia gravis
obstruktive Schlafapnoe (OSAS)
Schwangerschaft
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn:
bei Analgosedierung:
Bewusstseinsstörung – Somnolenz
chron.-resp. Insuffizienz
schwere Leber- und / oder Nierenfunktionsstörung
schwere Herzinsuffizienz (ab Klasse NYHA III)
Pat. unter akutem Alkoholeinfluss, zentral dämpfenden oder psychotropen Substanzen in der Anamnese
Altersbegrenzung
keine Anwendung bei Pat. < 3 Monate,
bei Analgosedierung keine Anwendung bei Pat. < 10 kg KG (ca. 12 Monate)
Durchführung / Dosierung
(buccale, nasalen und intravenöse und intramuskuläre Applikation stellen Alternativen dar):
antikonvulsive Therapie (adäquat hohe Dosierung erforderlich, nicht titrieren)
Kinder und Jugendliche
nasal per MAD: ab dem 3. LM bis 10 kg KG: 2,5 mg, 10 - 20 kg KG: 5 mg, > 20 kg KG: 10 mg
Repetition erst bei Kindern > 10 kg KG
Erwachsene
0,1 mg/kgKG Midazolam i.v.
10 mg i.m. oder nasal (1 ml = 5 mg pro Nasenloch)
einmalige Repetition möglich, Maximaldosis 20 mg
Kinder
0,1 mg/kgKG i.v., max. 1 x Repetition
intravenöse Analgosedierung in Kombination mit Esketamin
Kinder > 10 kg KG: 1 mg langsam i.v.
Erwachsene und Jugendliche > 50 kg KG: 2 mg langam i.v.
Pat. > 60 Jahre und / oder < 50 kg KG und / oder mit einschränkenden Krankheiten: 1 mg langsam i.v.
unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) / Risiken
Allergie
Müdigkeit, Amnesie
Atemdepression
Blutdruckabfall
paradoxe Reaktionen (Erregungszustände)
Besonderheiten
unterschiedliche Konzentrationen verfügbar